Es gibt eine neue Verordnung auf Bundesebene in der die Definition für eine Boosterung und für Quarantäne neu definiert werden.

Am 15. Januar 2022 ist die Bundesverordnung zur Änderung der Covid-19 Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung (SchAusnahmV) und der Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV) nach Zustimmung des Bundesrates in Kraft getreten.

Die Voraussetzungen für einen Impf- oder Genesenennachweis und die Frage, wer als geboostert gilt, werden nun "dynamisch", d.h. immer auf die konkrete Situation angepasst durch das RKI bzw. das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlicht (siehe Tabelle weiter unten).

Was ist der Vorteil?
Änderungen sind schnell möglich, da nicht immer wieder das formelle Verordnungsverfahren durchlaufen werden muss. Durch diese „Umstrukturierungen“ will man zukünftig schneller auf neue Entwicklungen im Infektionsgeschehen reagieren können - immer auf Basis der jeweils aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Was ist der Nachteil? Derzeit ist noch nicht ganz klar wie die jeweiligen Neuregelungen angekündigt und bekannt gemacht werden. Eine Übergangsregelung enthält die Änderungsverordnung nicht.

Was gilt nun neu?
Für den Impfnachweis:
Neben den bisher erforderlichen Angaben zu den anerkannten Impfstoffen und der für eine vollständige Schutzimpfung erforderlichen Anzahl an Impfungen werden nun auch die Anzahl der erforderlichen Boosterimpfungen bekannt gemacht werden sowie Zeiten, die nach einer Impfung für eine vollständige Schutzimpfung abgewartet werden müssen und die höchstens zwischen einzelnen Impfungen liegen dürfen. Es kommt jetzt also darauf an, welche Maßgaben das Paul-Ehrlich-Institut dazu auf dem Link www.pei.de/impfstoffe/covid-19 veröffentlicht. Im Anhang zunächst die Tabellen für vollständigen Impfschutz.

Für Johnson und Johnson gilt:
Nach den neuen Maßgaben gelten Personen, die lediglich einmal mit dem Impfstoff Janssen von Johnson&Johnson geimpft wurden, ab sofort nicht mehr als vollständig geimpft. Allen Betroffenen wird zur Vervollständigung der Grundimmunisierung dringend eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff vier Wochen nach der Impfung mit Janssen empfohlen.
Somit ist nun auch beim Impfstoff von Johnson&Johnson erst die dritte Impfung als Auffrischungsimpfung zu betrachten.
Personen, die nach der ersten Impfung mit Janssen eine zweite Impfung erhalten haben, gelten ab sofort rechtlich nicht länger als „geboostert“.
Sie sind nicht mehr von der Testpflicht im Rahmen der 2G+-Regelungen nach der Niedersächsischen Corona-Verordnung befreit.
Alle Betroffenen, die bereits eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTec, Moderna) erhalten haben, sollten sich drei Monate später boostern lassen. Bis zum Erhalt der dritten Impfung unterliegen alle Betroffenen der Testpflicht bei 2G+.

Was müssen Arbeitgeber/Innen tun?
Impfnachweise der Mitarbeiter/Innen prüfen - wenn nur eine Impfung mit Johnson und Johnson vorliegt - liegt kein vollständiger Impfschutz bei diesem Mitarbeiter mehr vor.
Mitarbeiter/Innen müssen dann vor der Arbeit einen täglichen Test mitbringen bis zu ihrer Zweitimpfung!

Was gilt für den Genesenennachweis?
Diese Änderungen sind in Niedersachsen bereits umgesetzt - unter dem Link: www.rki.de/covid-19-genesenennachweis werden die Vorgaben konkretisiert - und in der Absonderungsverordnung von Niedersachsen normiert: Für die Testung zum Nachweis einer Infektion muss ein PCR-Test erfolgen, das Datum des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen und darf höchstens 3 Monate zurückliegen.

Was gilt für die Quarantäne für bestimmte Geimpfte und Genesene?
Auch hier hat Niedersachsen die neuen Vorgaben, in seiner Absonderungsverordnung umgesetzt:

Nicht in Quarantäne müssen:
1. Personen mit einer Auffrischungsimpfung - dafür sind insgesamt drei Impfungen erforderlich, auch bei jeglicher Kombination mit Johnson & Johnson!
2. Für geimpfte Genesene (Geimpfte mit Durchbruchinfektion oder Genesene, die eine Impfung im Anschluss an die Erkrankung erhalten haben),
3. Personen mit zweimaliger Impfung, ab dem 14. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung (gilt auch für Johnson & Johnson)
4. sowie für Genesene ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag nach Abnahme des positiven Tests. Für andere Infizierte und Kontaktpersonen beträgt die Quarantänedauer grundsätzlich zehn Tage. Infizierte, die mindestens 48 Stunden zuvor symptomfrei waren und Kontaktpersonen können sich nach sieben Tagen durch PCR-Test oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten.

Für andere Infizierte und Kontaktpersonen beträgt die Quarantänedauer grundsätzlich zehn Tage.

Infizierte, die mindestens 48 Stunden zuvor symptomfrei waren und Kontaktpersonen können sich nach sieben Tagen durch PCR-Test oder zertifiziertem Antigen-Schnelltest freitesten.

Stand: 20.01.2021
Impfschema
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