Bei Mängelrügen von Neuwagenkäufern ist Vorsicht geboten. Wer hier vorbehaltlos nachbessert, ohne das feststeht, ob tatsächlich ein anspruchsbegründender Fahrzeugmangel vorliegt, setzt sich unter Umständen einem Anerkenntnis aus, aus welchem der Kunde dann weitergehende Rechte herleiten kann.

Es ist also zu empfehlen, in der Praxis Nachbesserungsarbeiten ausdrücklich immer ohne Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung – also aus Kulanz – oder unter Verweis auf eine vorhandene Garantie durchzuführen.

Damit vermeidet man eine Hemmung des Ablaufes der Verjährungsfrist oder gar einen Neubeginn der Verjährung – mit der Folge, dass dann wiederum für zwei Jahre für kaufrechtliche Sachmangelansprüche neben eventuell werkvertraglichen Sachmangelansprüchen gehaftet wird.


Stand: Juli 2019