Das „Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten“ ist besser bekannt als Geldwäschegesetz oder einfach kurz GwG. Sinn und Zweck dieses Gesetzes ist es, zu verhindern, dass illegal beschafftes Geld in den Wirtschaftskreislauf eingebracht wird.

Um dies möglichst effektiv durchsetzen zu können, muss seit 2017 der „wirtschaftlich Berechtigte“ einer Firma bekannt gemacht sein. Und zwar entweder durch die Eintragung im Handelsregister, im Unternehmensregister oder im sog. Transparenzregister.

Der „wirtschaftlich Berechtigte“ sind die natürlichen Personen, in deren Eigentum oder Kontrolle eine Firma steht. Bei einer GmbH sind dies grds. die Gesellschafter. Prüfen Sie also, ob diese im Handelsregister eingetragen sind.

Sollten Sie es nicht sein, raten wir, dies unverzüglich durch Meldung bei dem für Sie zuständigen Registergericht (Amtsgericht) oder dem Transparenzregister (www.transparenzregister.de) nachzuholen. Anderenfalls können Geldbußen sowie die Veröffentlichung der erfolgten Geldbuße im Gewerbezentralregister drohen.

Auch bei Firmierung als AG, UG, OHG oder KG muss der wirtschaftlich Berechtigte gemeldet werden. Notwendig ist in allen genannten Fällen die Eintragung des Vor- und Nachnamens, des Geburtsdatums, des Wohnorts und „Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses“ (§ 19 I Nr. 4 GwG), was im Normalfall dem Verhältnis des Gesellschafteranteils entspricht.

Eine Überprüfung der eingetragenen Informationen können Sie unter www.unternehmensregister.de, www.handelsregister.de oder unter www.gwg24.de vornehmen, sofern Sie dort gemeldet sind.

Ein Leitfaden zum Geldwäschegesetz Stand 02/2019 kann in den Geschäftsstellen angefordert werden.

Stand: Mai 2019